Heilpraktikerin Petra André aus Hamburg ist Mitglied der AGTCM.
Das Mitglied hat der Arbeitsgemeinschaft Fachausbildungen in den Bereichen Akupunktur, Arzneimitteltherapie und Tuina nachgewiesen.

Tuina

Traditionelles Handwerk, hohe Kunst

Die Massage ist die älteste Therapieform in der Chinesischen Medizin. Aus der reinen Massage hat sich im Verlauf mehrerer tausend Jahre eine umfassende manuelle Therapie entwickelt, die unter dem Begriff Tuina heute verschiedenste traditionelle Behandlungstechniken vereint. Gemeinsam ist diesen Techniken, dass Ihr:e TCM-Therapeut:in "Hand anlegt" – nicht nur, wenn es um Muskeln, Bänder, Sehnen, Gelenke und deren Zusammenspiel geht. Auch der Fluss der Lebensenergie Qi lässt sich über die Massage beeinflussen.

  • Tuina ist eine vielfältig angewendete manuelle Therapie, bei der die Massage eine zentrale Rolle spielt.
  • Die Behandlung erfolgt sowohl über den Bewegungsapparat mit seinen Muskeln und Gelenken als auch energetisch über Akupunkturpunkte und Leitbahnen.
  • Die Traditionelle Chinesische Medizin geht davon aus, dass sich durch die Tuina-Massage auch der Fluss der Lebensenergie Qi positiv beeinflussen lässt. Je harmonischer der Fluss des Qi, umso gesünder und vitaler der Mensch.
  • Es wird eine Vielzahl an Grifftechniken eingesetzt. Die Behandlung vereint muskuläre Massage, chiropraktische Techniken, Mobilisation und Akupressur.
  • Auch eine vorbeugende Behandlung ist möglich.
  • Ihr:e TCM-Therapeut:in stimmt die Kraft, die er:sie einsetzt, immer individuell auf Ihr Alter, Ihre Konstitution und Ihren aktuellen Zustand ab.
  • Die Tuina-Massage kann bei Patient:innen jedes Alters angewendet werden. Auch Säuglinge und Kleinkinder werden mit sehr sanften Formen der Tuina-Massage behandelt.

Muskeln, Gelenke und das Qi: Die Wirkungsweise
Tuina ist die manuelle Therapie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie ist der „klassischen“ Massage, wie man sie aus der physiotherapeutischen Praxis kennt, nicht unähnlich, geht aber weit über die Behandlung von Muskeln, Sehnen und Bändern hinaus. Zum einen bezieht sie unter anderem die Gelenke ein und wendet chiropraktische Techniken an. Zum anderen regt sie den Fluss der Lebensenergie Qi an, ist also auch eine energetische Massage. Dafür werden bestimmte Körperstellen – die sogenannten Akupunkturpunkte – stimuliert, die wiederum mit anderen Punkten in Verbindung stehen, so die Überzeugung. Die „Bahnen“ zwischen diesen Punkten bilden ein fein abgestimmtes Netzwerk, durch das das Qi fließt. Ist, vereinfacht gesagt, die Bahn frei, kann das Qi ungehindert zirkulieren. In der Traditionellen Chinesischen Medizin steht der freie Fluss des Qi für Gesundheit und Vitalität.

Gesundheit in die Hand nehmen: Die Techniken
Bei der Behandlung setzt Ihr:e TCM-Therapeut:in die Hände, Ellenbogen und Unterarme ein, er:sie streicht, knetet und schiebt, klopft, presst und dehnt – die angewendeten Griffe und Techniken sind so vielfältig wie die Patient:innen und ihre Beschwerden. Weil die Massage dabei eine zentrale Rolle spielt, ist oft stellvertretend von der Tuina-Massage die Rede. Die Tuina-Behandlung vereint muskuläre Massage, chiropraktische Methoden, Mobilisation und Akupressur.

So sanft wie nötig: Die Anwendung
Eine Tuina-Massage ist immer so sanft wie nötig: Ihre TCM-Therapeut:in wird Ihr Alter, Ihre Konstitution und Ihren aktuellen Zustand berücksichtigen und die Kraft, die er:sie bei der Massage einsetzt, individuell anpassen. Auch Säuglinge und Kleinkinder werden mit sehr sanften Formen der Tuina-Massage behandelt.

Ursachen aufspüren: Der Funktionstest
Blockaden, Verspannungen und Verklebungen können Beschwerden verursachen und die Mobilität beeinflussen; auch für die Durchblutung und den Stoffwechsel spielen sie eine Rolle. Nicht zuletzt, so die Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, behindern sie den Fluss des Qi. Für die passende Behandlung ist es wichtig, herauszufinden, wo und inwieweit ein:e Patient:in in seinen:ihren Bewegungen eingeschränkt ist und ob Nerven betroffen sind. Ihr:e TCM-Therapeut:in untersucht deshalb die betroffenen Körperpartien, testet Ihre Gelenke und Ihren Muskelapparat. Auch die Beschaffenheit der Haut und des Bindegewebes und ob sich die betroffene Stelle warm oder kalt anfühlt können wichtig sein.

Ganzheitlich und individuell: Die Diagnose und Behandlung
Ihr:e TCM-Therapeut:in wird außerdem Wert auf eine ausführliche Anamnese inklusive Puls- und Zungendiagnose legen: Die Traditionelle Chinesische Medizin betrachtet Sie als Menschen ganzheitlich. Sie geht nicht von einer einzigen, isolierten Ursache für ein Problem aus, sondern sucht nach allen beteiligten Faktoren. Ihr:e TCM-Therapeut:in wird fragen, wann und wie die Symptome genau auftreten – es gilt, die Muster und Zusammenhänge zu erkennen. Die Ernährung, die Lebensumstände, der allgemeine Gesundheitszustand, frühere Erkrankungen, das Schlafverhalten oder „innere Faktoren“ wie Stress, Angst und Trauer können von Bedeutung sein. Selbstverständlich bezieht Ihr:e TCM-Therapeut:in auch Röntgenbilder, Computertomographien und andere, schulmedizinisch gestellte Diagnosen mit ein, um eine individuell auf Sie zugeschnittene Behandlung zu erstellen.


Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin:
Wie die meisten Naturheilverfahren wird die Traditionelle Chinesische Medizin in ihren verschiedenen Therapieformen von der Schulmedizin nicht anerkannt. Sie gehört nicht zum allgemeinen medizinischen Standard. Wissenschaftliche Beweise seien noch nicht ausreichend erbracht worden und die Wirksamkeit ist nicht hinreichend gesichert und anerkannt.